Wenn die Lösung zum Blocker wird.


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Wenn Sie eine Geschäftsidee sofort umsetzen möchten, ist SaaS ein echter Hebel: Nie war es leichter, in kürzester Zeit lauffähige Prototypen in Rekordzeit umzusetzen.

Egal ob Wix für Landingpages, Shopify für eCommerce oder Billomat für Rechnungen: Sie können sofort loslegen, technische Hürden sind auf ein Minimum reduziert.

Warum also überhaupt noch eine eigene Infrastruktur aufbauen?

Die Frage kriegen wir als WordPress Agentur regelmäßig gestellt. Eine einfache Gegenfrage entlarvt das Problem von SaaS:

Können Sie mit einem Nein umgehen?

Überblick

Grenzen von Software as a Service

Setzen Sie SaaS ein und erleben gerade einen Blocker? Vielleicht finden wir für Sie doch einen Weg. Schreiben Sie uns!

contact@straightvisions.com

Blocker #1

Sie brauchen eine neue Funktion

Bei der Buchung von SaaS erhalten Sie keine Leistung, sondern ein Produkt.

Den Unterschied merken Sie spätestens, wenn Sie eine Funktion vermissen – und eine Umsetzung schlicht unmöglich ist.

Machen Sie sich dabei keine Illusionen: Es spielt keine Rolle, wie einfach oder komplex Ihre Anforderung ist – Sie sind auf Gedeih und Verderb dem Service-Anbieter ausgeliefert. Dieser hat bei neuen Funktionen aber nicht nur Ihre Anforderungen im Blick – sondern auch die aller anderen Kunden. Eine Anpassung der Software bedeutet in der Regel, dass diese für alle anderen Kunden ebenso sinnvoll und richtig sein muss.

Oft erhalten Sie daher eine Absage oder nur die Antwort, dass Ihr Wunsch gerne aufgenommen wird, aber noch keine Zusage gegeben werden, wann es umgesetzt wird.

Regelmäßig tut sich dann jahrelang nichts und es wird dann doch nicht umgesetzt – wie bei unserem Feature Request an Billomat. Das ist aus Sicht des Plattformbetreibers völlig in Ordnung und in Anbetracht von Preis/Leistung vieler SaaS in den meisten Fällen akzeptabel.

Wenn Sie also mit einem vielleicht irgendwann oder nein umgehen können und im Zweifel eher bereit sind Ihre Unternehmensprozesse oder Produktanforderungen zu ändern – dann ist alles in Ordnung.

Bei individueller Softwareentwicklung haben Sie das Problem in der Regel nicht – Sie setzen als Auftraggeber die Prioritäten und kritische Anforderungen werden umgesetzt.

Blocker #2

SEO & PageSpeed

Sie haben eine bildschöne Website, aber keine Besucher. Sie haben viele Besucher, aber sie wandeln nicht. Zeit für eine SEO- & PageSpeed-Optimierung

Eine umfangreiche Analyse Ihrer SEO-Agentur oder Webagentur gibt Ihnen klare Handlungsempfehlungen und schnell wird klar: Die gewählte SaaS bietet Ihnen kaum Möglichkeiten.

Schnell langsame Websites erstellen.

Die meisten SaaS Website Builder wollen vor allem durch eine reiche Funktionsfülle überzeugen. Dabei werden nicht die für Sie optimalen Technologien gewählt, sondern solche, die auf Millionen von Websites möglichst stabil und fehlerfrei funktionieren.

Sie haben meist gar keine Einflussmöglichkeiten, welche Browser unterstützt werden, wie schnell die Website schlussendlich lädt und ob diese echte SEO Blocker darstellen.

Beispielsweise war es jahrelang unmöglich in Shopify mehrsprachige Shops einzurichten, die auch von Google korrekt erkannt werden.

Mehrsprachigkeit war schlicht nicht vorgesehen, dann nur im Adminbereich möglich und nach Jahren ab 2020 dann endlich auch für das Frontend.

Bis dahin mussten Shopify mit kruden Javascript-Lösungen leben, die die Übersetzung beim Aufruf der Website eingefügt haben.

Das war aus SEO Sicht katastrophal – da fehlt dann nur noch der Abmelde-Button, um den Shop aus Google ganz auszutragen.

Blocker #3

Service beendet

Wurde Ihnen schon einmal der Teppich unter den Füßen weggezogen? So fühlt es sich an, wenn eine kritische Geschäftsanwendung sang und klanglos eingestellt wird.

Ob nun Google den SaaS-Dienst kauft und schließt, nur um die Entwickler an eigene Produkte zu setzen oder ein Fortbetrieb schlicht nicht mehr wirtschaftlich ist: Als Kunde stehen Sie jetzt meist allein da.

Sie müssen nicht nur passende Alternativen finden, ihren Prozess an diesen Anpassen und ihre Daten teils aufwändig migrieren – falls überhaupt möglich. Sie haben auch nur begrenzt Zeit.

Schlimmstenfalls werden die SaaS-Server von heute auf morgen abgeschaltet oder eine für Sie wichtige Funktion einfach entfernt – Sie können dann nichts mehr machen.

Too Big to Fail? Gibt es in der IT nicht!

MySpace löscht ausversehen unwiderruflich 50 Millionen Songs und zerstört eine wichtige kulturelle Historie.

Facebook entfernt über 1.000 Anzeigenoptionen, weil sie zu wenig genutzt wurden – einige hochoptimierte Werbekampagnen wurden umgehend wertlos.

Google stellte das machtvoll gepushte soziale Netzwerk Google+ und über 40 weitere Dienste ein.

Es gibt viele Gründe, warum SaaS Startups scheitern, aber neben den Jubelmeldungen gehen die Nachrichten zu den Milliardengräbern erfolgloser Startups häufig unter.

Bereiten Sie sich auch bei SaaS auf den Worst Case vor! Wie vorbereitet sind Sie durch Backups und Schnittstellen, wenn ein kritischer Dienst von heute auf morgen beendet wird oder nur eine kurze Frist zu einem Wechsel bleibt?

Natürlich lassen sich nicht alle Risiken ausschließen und der Einsatz von SaaS ist in vielen Fällen sicher sinnvoll – eine solide SWOT-Analyse ist auch auf SaaS anwendbar.

Blocker #4

Assets für wen?

Lean Startups sind im Trend: Fokus auf das Wesentliche, schlanke Strukturen.

Wir feiern das dahinterliegende Konzept, es belohnt Mut und fordert kurzfristige Ergebnisse ein – besser als in planerischer Schönheit im Elfenbeinturm zu sterben.

Lean heißt nicht Shallow.

Aus Prototypen sollten aber irgendwann echte Werte für Ihr Unternehmen entstehen – idealerweise bauen Sie so nicht nur Marktwissen aus, sondern auch Technologie. Nur dann halten Sie auch Ihren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz.

Wichtig ist also der Wechsel von der Exploration zur Exploitation Phase für Unternehmensbereiche, die bereits funktionieren. Und das bedeutet nicht nur die Prozesse zu standardisieren und deren Effizienz und Qualität zu erhöhen. Sondern Daten und Strukturen wieder in das Unternehmen zu holen – möglichst komplett.

Ein Angebot, das Sie vielleicht ablehnen sollten.

Bei der Nutzung von SaaS sind Sie nicht Herr Ihrer Daten und Strukturen, nicht mal Ihrer Prozesse – alles liegt bei den SaaS-Anbietern.

Diese haben vollständige Einsicht in Ihre dort gespeicherten Daten, Strukturen und Prozesse werden gar vorgegeben.

Amazon zeigt, was das im konkreten Fall bedeuten kann. Mit Vollzugriff auf Verkaufsstatistiken erkennt Amazon frühzeitig Trendprodukte, produziert diese nach und bietet sie als Eigenmarke an.

Für Amazon Marketplace Verkäufer hat sich Amazon regelmäßig als Pakt mit dem Teufel erwiesen – beispielsweise wenn die Verkaufsmenge sprunghaft ansteigt.

Blocker #5

Datenschutz

SaaS bedeutet, dass Sie ein Produkt „as is“ erhalten. Beim Datenschutz bedeutet das für Sie regelmäßig Grauzonen oder reale Verstöße, gegen die Sie meist nichts machen können, außer abzuwarten oder den Dienst zu wechseln.

Auch hier: Als Startup liest man manche Rechtsvorgaben nicht ganz so konservativ, wie man es als multinationaler Konzern machen würde und setzt die SaaS halt einfach erstmal ein und hofft, dass man schon nicht zu genau von einem Datenschutzbeauftragten geprüft wird.

Am Ende spielen Sie aber mit dem Feuer, denn wenn eine SaaS die DSGVO nicht vollständig einhält, haben auch Sie ein rechtliches Problem:

Es drohen Strafen von bis zu 4% Ihres weltweiten Jahresumsatzes oder bis zu 20 Millionen Euro – je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Gleichzeitig gilt die Empfehlung, jährlich einen ähnlichen Umsatzanteil in IT-Budgets, also in den Aufbau und Wartung von eigener Technologie zu investieren.

Dann doch lieber Asset-Aufbau betreiben, als Strafen fürchten zu müssen.

Empfehlung

Bleiben Sie souverän

Absolute Sicherheit gibt es nicht und am Ende gibt der Erfolg den Software as a Service Anbietern recht – aber nur auf Zeit.

Denn schlussendlich werden meist nur reale Prozesse digital abgebildet – nicht mehr und nicht weniger. Eine SaaS-Lösung, die für Sie jetzt richtig ist, kann morgen schon nicht mehr passen oder die Existenz Ihres Unternehmens gefährden.

Wichtig ist daher ein ausgeglichener Technologie-Mix, der agiles Prototyping ermöglicht und eine hohe Kosten/Nutzen Effizienz gewährleistet.

Unterschätzen Sie dabei nicht, welchen Wert der Aufbau unternehmensindividueller Technologie für Sie hat. Nutzen Sie für die Exploration Phase und bei nicht kritischen Anwendungen weiter SaaS, wo sie nützen, aber machen Sie sich so früh wie möglich unabhängig.

Als Webagentur beraten wir Sie ganzheitlich. Wir finden solide Abkürzungen durch SaaS und unterstützen Sie zeitgleich beim Aufbau eigener Technologie in Ihrem Unternehmen.

Über den Autor

Matthias Bathke ist Geschäftsführer der straightvisions GmbH. Als DSGVO-Experte und PageSpeed-Evangelist brennt er dafür stabile und effiziente Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.

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